„Rusty Walkers“ groovt durch den Bürgertreff

Reitende Geister sind die fünf Musiker*innen wahrlich nicht. Vielmehr sehr lebendig, präsent, anfassbar. Starke Rhythmen, kräftige Stimmen, mitreißender Sound. Dass der erste Song am Freitag (20. März) im Bürgertreff „Ghost Riders in the Sky“ war, hatte dennoch einen Bezug zum Auftritt. Irgendwie war’s himmlisch, was die „Rusty Walkers“ dem Publikum im gut besetzten Raum in einem zweistündigen Konzert geboten haben.

Viel Bekanntes aus den vergangenen Jahrzehnten interpretierte die Band, die es in dieser Formation noch nicht so lange gibt. Aber auf ihre eigene Art, keine Kopien von Dolly Parton, Land Norris, Grateful Death, Jonny Cash, Spanky and our Gang oder Molly Tuttle. Die eigene Instrumentierung auch mit Mundharmonika, Querflöte oder Ukulele gab den Lieder eine besondere Note. Und es groovte durch den Raum. Dazu die sehr aktive Frontfrau Ute Reckhardt, der zuzuschauen eine Augenweide war.

Die Stilrichtungen Country und Folk waren angekündigt und ein bisschen davon blitze auch durch und bediente die Nostalgiker*innen im Publikum. Die eigene Identität betonten aber die die selbst geschriebenen Songs, die „Homemade Specials“. Etwa „Three Nights, Three Bars“ oder „Keep’in Rusting, Keep’in Walking“, sozusagen die namengebende Hymne der“ Rusting Walkers“. Und auch ein eigenes „Road Movie“ gab die Band zum besten.

Die Formation feierte im Bürgertreff Neuendettelsau Premiere. Aber bekannt in dieser Location waren die Musiker*innen allemal. Zur Eröffnung des Bürgertreffs trat die Gruppe „Four Folks“ auf. Ihr war es damals gelungen, die eher stimmungskühle Passage belebend zu durchwirken, wie die Kritik über das damalige Konzert schrieb. Ute Reckhardt (Gesang, Gitarre), Heinz Christ (Gesang, Gitarre), Bernd Kretzer (Bass) und Monika Brinkmöller (Gesang und „alle Instrumente, die man ihr in die Hand gibt“) waren die „Four Folks“. Zu „Rusty Walkers“ wurden sie durch den Percussionisten Gerhard Kenner. Mit ihm am Schlagzeug gewinnt die Band bei aller Spielfreude an Charakter und Power.

Nicht nur dem Publikum, auch den Mitgliedern der Band hat der Abend Spaß bereitet, wie Ute Reckhardt zum Abschied betonte. Sie ermutigte die Organisatoren, das Konzept des „Musikalischen Feierabends“ weiterzuverfolgen. Auch die „Rusty Walkers“ werde man wieder mal im Bürgertreff sehen, kündigte sie an. Denn die Möglichkeiten aufzutreten und ein aufmerksames Publikum mit „Homemade Specials“ zu erfreuen, würden immer seltener.

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