Manfred-Roth-Stiftung fördert den „Sensenmoo“

Die „Geschichte vom Brandner Kaspar“ zählt zu den populärsten bayerischen Volksstücken. Franz von Kobell hat sie 1871 im oberbayerischen Dialekt verfasst. In den kommenden Monaten wird die Geschichte des Büchsenmachers, der den Gevatter Tod (den Boandlkramer) überlistet, in fränkischer Mundart erscheinen. Damit dieses Buch Realität werden kann, hat das Bündnis für Familie heute (16. April) eine Förderung der Manfred-Roth-Stiftung in Fürth erhalten.

Der Verein unterstützt die Herausgabe des Buchs, indem er einen Zuschuss zu den Druckkosten bei der Fürther Stiftung beantragt hat und jetzt weitergibt. Dr. Karl-Heinz Röhlin, passionierter Mundart-Autor, hat das Original vom Brandner Kaspar in die fränkische Mundart übertragen und mit Bildern von Jan Reiser zu einem Buch im Comic-Stil zusammengefügt. Er sei „davon überzeugt, dass Humor und Wertorientierung wichtige Bildungsfaktoren sind. Der Brandner Kasper verliert trotz der Trauer um seine verstorbene Frau und der Trauer um seine gefallenen Söhne nicht seinen Lebensmut. Der Sensenmoo ist kein finsterer Geselle, sondern kompromissbereit und schlitzohrig. In den Bildern vom Paradies klingt die christliche Auferstehungshoffnung an“, so der frühere Regionalbischof.

Mit dem Zuschuss der Manfred-Roth-Stiftung soll es gelingen, den Verkaufspreis für die erste Auflage von 1000 Exemplaren auf etwa zehn Euro zu beschränken. Für das Bündnis für Familie war es eine Selbstverständlichkeit, die Herausgabe des Buchs durch die Vermittlung des Druckkostenzuschusses zu unterstützen. Die Förderung von Bildung und Kultur gehört zum Satzungszweck des Vereins. Kulturelle Veranstaltungen wie Musik, Kleinkunst und Lesungen werden in gewisser Regelmäßigkeit im Bürgertreff angeboten.

Auch die „Geschichte vom Brandner Kaspar“ in fränkischer Mundart wird im Bürgertreff zu erleben sein. Die Premieren-Lesung wird Autor Karl-Heinz Röhlin am 30. Oktober in der Passage halten. Dann wird man erfahren, wie der leidgeprüfte Büchsenmacher dem „Sensenmoo“ ein Schnippchen schlägt und diesem beim Kartenspiel noch weitere Lebenszeit abringt.

Bildtext: Spendenübergabe der Manfred-Roth-Stiftung: von links Stiftungsvorstand Dr. Wilhelm Polster, Vereinsvorsitzender Eckard Dürr und Stiftungsrat Klaus J. Teichmann. Bild: ©NORMA

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