Das war ganz nach dem Geschmack des Auditoriums: Mehr als ein Dutzend kurzer, die Ohren streichelnden Musikstücke aus unterschiedlichen Epochen bildeten ein rundes Konzert. Nicht umsonst nannte die Leiterin des kleinen Ensembles, Ilse Grünert, ihr Herbstkonzert im Bürgertreff „Ein musikalisches Mosaik“. Es war ein sehr buntes Mosaik.
Und das, obwohl die Sopranistin des Quartetts, Maria Gilch, wegen eines häuslichen Unfalls kurzfristig ausfiel. Statt ihrer feinen Stimme musste bei einigen Teilen des Mosaiks das Klavier die nötige Klangfarbe vermitteln. Was durchaus gut funktionierte – und trotzdem den Mittwochnachmittag (26. November) etwas eintrübte.
Von Antonio Rosetti bis Wolfgang Amadeus Mozart und Modest Mussorgsky reichte das Programm, das Hanna Reingruber, mal mit Violine, mal mit Viola, sowie Christiane Henche mit Violoncello oder Tenor-Saxophon und Ilse Grünert am Klavier vortrugen. Zwei Schmankerl, quasi Klassik der Moderne, bildeten das Ende: die Beatles mit „Here, there and everywhere“ und Paul Simon mit „Bridge over Troubled Water“ – beide über 50 Jahre alte Evergreens.
Ein sehr gelungener Kammermusik-Nachmittag, der von Ilse Grünert zusammengestellt worden war und auch moderiert wurde. So das einhellige Lob des Publikums. Dessen Bitte: Im kommenden Sommer ein ähnliches Konzert anzubieten. Dann als Quartett mit Singstimme.

