Offene Fahrradwerkstatt ist gestartet

Nach längerer Vorbereitungszeit hat das Bündnis für Familie das Projekt „Offene Fahrradwerkstatt“ gestartet. Am Samstag (2. Mai) kamen zur Premiere acht Frauen und Männer, die um Hilfe für kleine Reparaturen an ihren Zweirädern nachsuchten. Nicht allen konnte auf Anhieb geholfen werden – aber sie bekamen zumindest Tipps, wie sie ihre Gefährte wieder verkehrssicher herrichten können.

Mangels einer geeigneten festen Unterkunft fand der erste Werkstatt-Tag im Hof der Familie Birke (Heilsbronner Straße 37) statt. Angesichts des schönen Frühlingswetters kein Problem. Schon kurz vor der offiziellen Öffnung kamen die ersten „Kundinnen und Kunden“ angefahren. Eine Frau mit Gehbehinderung kam mit dem Tacho ihres vierrädrigen Fahrzeugs nicht klar. Ein Senior mit E-Bike suchte nach dem Grund für den nicht funktionierenden Scheinwerfer – ein durchgebranntes Birnchen, das er sich jetzt besorgen muss. Wie er dieses einsetzen kann, wurde ihm vorgeführt.

Die beiden kundigen Experten, Manfred Birke und Helmut Keuerleber, waren zwei Stunden gut damit beschäftigt, den Hilfesuchenden zu erklären, ob und wie die Probleme an ihren Fahrrädern behoben werden können. Ein „Achter“ im Vorder- und Hinterrad? Mit dem passenden Speichenschlüssel, Augenmaß und Geduld kann fast jeder und jede das Laufrad wieder richten, wenn es erst einmal praktisch vorgeführt wird. Eine schleifende oder nicht funktionierende Handbremse? Diese Probleme zu beheben, ist kein Hexenwerk. Problematischer ist da schon eine Kettenschaltung. Aber auch sie kann ein „interessierter Laie“ einstellen, wenn er weiß, worauf’s ankommt. Aber nicht jedes Fahrrad verließ den Hof in einem verkehrssicheren Zustand. Die Hinterachse eines Dreirads lässt sich ohne das passende Ersatzteil eben nicht reparieren.

„Das war ein ganz guter Auftakt“, meinte Manfred Birke nach zwei Stunden Arbeit und Beratung. „Es hat Spaß gemacht“. Seit Jahren kümmert er sich ehrenamtlich und erfolgreich um Fahrräder geflüchteter Menschen. Dass mit der Offenen Werkstatt, bei der möglichst alle Interessierten selbst Hand anlegen sollen, ein anderer Ansatz im Vordergrund steht, hält er für erfolgsversprechend. Denn mit der Beratung würden Wege aufgezeigt, wie man übliche Defekte beseitigt und sein Rad in Schuss hält.

Gutes Werkzeug kann das Bündnis für Familie dank einer Förderung durch das Bundesumweltministerium zur Verfügung stellen. Noch fehlt allerdings ein geeigneter Raum, wo die Offene Fahrradwerkstatt witterungsunabhängig betrieben werden kann. Vorgesehen ist, sie alle zwei Wochen samstags von 10 bis 12 Uhr zu öffnen. Das nächste Mal also am Samstag, 16. Mai.

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