Kino für die Ohren: Italien – Morricone, Rota und die zweite Schule der Filmmusik
12.Februar 2027 , 19:00 – 21:00

Es gibt zwei Schulen der Filmmusik. Die eine kommt aus Hollywood. Die andere kommt aus Italien. Während die einen ihre Geschichten mit großem Orchester erzählten, machten die anderen es kleiner – eine Mundharmonika in der Wüste, eine Oboe im Urwald, ein Walzer in der italienischen Familie. Der Februar-Abend wendet sich Italien zu – der Filmmusik, die anders klingt als alles, was aus Amerika kam, und die das Kino-Hören ganzer Generationen geprägt hat.
Kino für die Ohren
Die Musik bleibt, wenn der Film vorbei ist. Manche Themen kennen Sie, ohne den Film gesehen zu haben. Drei Töne – und es ist Star Wars. Eine Mundharmonika – und Sergio Leone steht im Sand. Eine Klavierfigur, eine Frauenstimme am Fenster – und Audrey Hepburn singt „Moon River“.
Filmmusik ist die Kunst, eine Geschichte mit dem zu erzählen, was im Bild fehlt. Sie macht Helden aus Figuren, gibt Stille ein Gewicht, lässt uns mitfühlen, ohne dass wir merken, warum. Sie ist die heimliche Hauptdarstellerin fast jedes Films – und oft überlebt sie ihn.
„Kino für die Ohren“ nimmt diese Musik aus dem Hintergrund und stellt sie nach vorne. Zu jedem Stück eine kurze Einführung: wer es geschrieben hat, wofür, was es so besonders macht – dann das Stück, in voller Länge, so wie ein Konzert es spielen würde.
Kein Konzert, kein Vortrag. Ein Kino-Abend, an dem das Bild leiser geworden ist.



